Leichtathlet Ricko Meckes „is back“ in Weilheim. Fast vier Jahre Südafrika sind erst mal genug. Zuvor – von 2018 bis 2021 – hat das langjährige Aushängeschild der LG Teck und der Region studienbedingt in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina gelebt. In dieser Zeit ist der mittlerweile 34-Jährige zu einem erfolgreichen Speerwerfer gereift. Mit seinem ersten Wurf über 70 Meter gewann Ricko Meckes gleich im ersten Jahr seines Masterstudiums in Wirtschaft, die College-Meisterschaft. Exakt ein Jahr später, am 15. März 2019, stellte der gebürtige Weilheimer mit 74,25 Meter einen neuen Speerwurf-Kreisrekord auf, der immer noch ungebrochen ist.
Seinen letzten Wettkampf bestritt Meckes vor ziemlich genau vier Jahren in Besigheim. Ein denkwürdiger Tag: Zunächst bezwang er in einem spannenden Wettkampf im entscheidenden Versuch mit 67,71 Meter den bis dahin führenden und derzeit besten Speerwerfer der Region, Julian Fundel (LG Eningen-Reutlingen), eine halbe Stunde später riss sich Meckes dann beim Einspringen zum Weitsprung die Achillessehne. Es begann eine lange Leidenszeit mit weiteren verletzungsbedingten Rückschlägen.
Nun hat Ricko Meckes wieder zugeschlagen: Beim Wurfmeeting in Oberndorf (Kreis Rottweil) flog der 800 Gramm schwere Speer im sechsten und letzten Versuch auf 58,39 Meter – Bestweite an diesem Tag. Wie es weitergeht, lässt Ricko Meckes noch offen. Vielleicht kommt es bei den Regionalmeisterschaften Ende Juni in Balingen-Ostdorf nach vier Jahren zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem baden-württembergischen Winterwurfmeister Julian Fundel, dessen Jahresbestleistung bei 66,96 Metern steht. Und außerdem wären da noch die Süddeutschen Meisterschaften am 21. Juni in Koblenz, für die sich Ricko Meckes mit seinem Oberndorfer Siegeswurf qualifiziert hat.