2 Tage WLV Mehrkampfmeisterschaften in Ulm

Am Samstag, dem 28.02.2026, und am Sonntag, dem 01.03.2026, durfte die Messehalle 4 in Ulm wieder Austragungsort der württembergischen Mehrkampfmeisterschaften sein. Der Fünfkampf in der Halle beinhaltet 60 m Hürdenlauf, Kugelstoßen, Weitsprung, Hochsprung und 800-m-Lauf. Für die LG Teck trat am Samstag in der Altersklasse U18 Victoria Wolf an. Am Sonntag startete die Mannschaft der U16 im Jahrgang W14 mit Valentina Wolf, Valerie Gabriel und Lea Schumacher. Ebenfalls am Sonntag fand der Wettkampf der Frauen statt, in dem Franka Schneider die Farben der LG Teck vertrat.

Das Starterfeld der U18 umfasste 28 Athletinnen. Für Victoria gab es gleich drei persönliche Bestleistungen. Ihr Hürdenlauf endete bei 10,06 s, im Weitsprung verpasste sie mit 4,97 m die 5 m um 3 cm und im Hochsprung übersprang sie 1,52 m. Sie verzichtete auf Sprünge über 1,56 m, um keine Verletzung zu riskieren. Die Kugelstoßweite von 8,51 m mit der 3-kg-Kugel ist solide. Daran wird sie im folgenden Trainingslager bestimmt weiterarbeiten. Der abschließende 800-Meter-Lauf ist nicht für alle Athletinnen das Highlight. Für Victoria war es der erste Lauf dieser Art und dann auch noch in einer Halle mit einer ca. 150 m langen Rundbahn. Für die Athletin mit den langen Beinen bedeutet das eine extreme Belastung in den engen Kurven. Nach 2:53,85 Minuten beendete sie ihren Wettkampf überglücklich auf dem starken 13. Platz. Victoria gehört noch dem jüngeren Jahrgang der U18 an! Für die Gesamtpunktzahl, die den Leistungen in den einzelnen Disziplinen zugeordnet wird, sammelte sie vor allem im Hürdenlauf mit 701 Punkten die meisten Punkte. Ebenfalls mit über 600 Punkten waren Hoch- und Weitsprung erfolgreich. Ein super Wettkampf, wir sind gespannt, wie es im Siebenkampf im Freien ausgeht. Dazu kommen die Disziplinen Speerwurf und 200 m.

Im Feld der Frauen (22 Starterinnen) waren Sportlerinnen von der deutschen Spitze bis hin zur „Kreisathletin“ vertreten. Für Franka Schneider war klar: Hier konnte sie nur gegen sich selbst gewinnen und ihre Punktzahl aus dem Jahr 2024 angreifen. Mit diesem Ziel vor Augen lief sie das Hürdenrennen in 10,18 s. Beim Hochsprung war das Ziel, wenigstens 1,40 m zu überqueren und ein gutes Gefühl zu bekommen. Ziel erreicht! Längere Pausen bedeuten immer auch, dass man sich erneut warmmachen muss, was eine zusätzliche Belastung ist. Zum Weitsprung ging es eineinhalb Stunden später. Mit einer für sie guten Weite von 4,88 m im zweiten Versuch musste sie zumindest nicht um einen gültigen Versuch zittern. Nun folgte mit Unterbrechungen das Kugelstoßen. In der Zwischenzeit fanden die Rundenläufe der jüngeren Jahrgänge statt, deren Teilnehmer nahe am Kugelstoßring vorbeiliefen. Eine Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung auf 7,69 m ist noch nicht ganz nach ihrer Erwartung; die 8 m sollten dieses Jahr schon noch fallen. Die Platzierung vor dem 800-Meter-Lauf war ihr egal. Sie suchte sich eine Athletin aus der Region aus, die sie in der Punktezahl noch überholen wollte. Dadurch motiviert lief sie ein beherztes Rennen. Sie meinte sogar: „Die letzte Runde bin ich gefühlt geflogen!“ Ihre Endzeit von 2:36,03 min (PB) (neuntbeste Zeit der Frauenriege) brachte sie in der Endauswertung noch drei Plätze weiter nach vorne. Ihre Punktezahl konnte sie von 2024 auf 2716 Punkte verbessern. Gratulation!

wlv mehrkampf halle

Das Team der weiblichen U16 (W14) durfte am Sonntag gleich zu Beginn im Weitsprung antreten. Das Starterfeld umfasste 40 Athletinnen, die in drei Reigen aufgeteilt wurden. Für Valerie war es mit 4,36 m eine neue persönliche Bestleistung, Lea war mit 4,29 m zufrieden, aber für Valentina wurde es leider zum „Salto Nullo“. Damit sind ihre Träume als Einzelathletin und auch die der Mannschaft geplatzt. Sie entschied sich aber, den Wettkampf trotzdem weiterzumachen. In der nächsten Disziplin, dem Hürdenlauf, zeigte sie sofort, was sie „draufhat“. Mit der drittbesten Zeit von 9,75 s konnte sie schon wieder lächeln. Auch für Lea (10,29 s) und Valerie (10,76 s) ging der Lauf zufriedenstellend zu Ende. Sprungkräftig platzierten sich Valerie (PB) und Valentina mit 1,44 m gemeinsam auf dem 6. Platz in dieser Disziplin. Für Lea stand mit 1,36 m die Einstellung ihrer Bestleistung fest. Im Kugelstoßen mit der 3-kg-Kugel konnten sich Valerie mit 8,27 m und Lea mit 8,22 m wieder unter den zehn Besten platzieren. Für Valentina waren die 7,79 m eine persönliche Bestleistung. Wie schon erwähnt, gibt es unter den Mehrkämpferinnen wenige Athletinnen, die gerne die 800 m zum Abschluss des Wettkampftages laufen. Für Lea ist dies jedoch kein Problem. Locker lief sie in 2:47,12 min mit der zehntschnellsten Zeit ins Ziel. Valentina kämpfte sich in 3:05,62 min ins Ziel. Der Unterschied zu Lea beträgt 73 Punkte. Ebenfalls erfolgreich beendete Valerie ihren Mehrkampf in 3:14,22 min mit 100 Punkten Unterschied zu Lea. In der Endabrechnung stand für Lea in der Klasse W14 ein hervorragender 11. Platz mit 2.260 Punkten zu Buche. Valerie erreichte mit 2178 Punkten den 19. Platz. Trotz eines Nuller erhielt Valentina 1794 Punkte. Klar, „hätte” und „wäre” gelten zum Schluss nicht mehr, aber einen Ausblick darf man trotzdem wagen. Für Valentina hätten die erwarteten 4,50 m und die dazugehörigen 500 Punkte in der Endabrechnung einen Platz unter den besten Acht beschert. Auch die Mannschaft, die in der U16-Wertung Zehnte von 14 Mannschaften wurde, wäre Vierte geworden. Aber ja, „wäre-hätte-wenn“! Umso spannender wird es im Sommer, wenn dann vielleicht alles klappt. Danke an alle, die dabei waren, für ihre Unterstützung!